Lebensgefahr: Trockenfisch aus Rotaugen oder Plötzen kann Botulismus-Vergiftung auslösen

Vergiftung kann lebensbedrohlich sein – Ware umgehend vernichten

Fisch-Warnung
Trockenfisch aus Plötzen kann zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium warnt eindringlich vor dem Verzehr von mit der Produktbezeichnung „ () ausgenommen, getrocknet und gesalzen“, der insbesondere in russischen Einkaufsmärkten angeboten wird. Die , auch als Rotauge, Unechte Rotfeder, Riddau, Bleier oder Schwal bekannt, ist ein bis zu 50 cm langer Karpfenfisch, der in Osteuropa als Speisefisch beliebt ist. Es besteht die Gefahr, dass durch das Essen des Trockenfisches beim Menschen die lebensbedrohliche ausgelöst wird.

Verbraucherinnen und Verbraucher, die solchen Fisch gekauft haben, sollten die Ware keinesfalls essen. Wer Symptome wie ungewöhnliche Kopfschmerzen und
Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, Durchfall oder Lähmungserscheinungen verspürt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen. Lähmungen betreffen in den meisten Fällen zunächst die Augen und das Sehvermögen , die Augenlider können dann oft nicht mehr bewegt werden.

Weitere Symptome können Sprechstörungen, ein trockener Mund, Schlucklähmungen oder Atemnot sein.

Anlass der Warnung ist der Fall eines Patienten, der zunächst mit dem Verdacht auf Botulismus in eine Klinik eingewiesen worden war. Dieser Verdacht hat sich heute (Donnerstag) nach Probenuntersuchungen bestätigt. Der von dem Patienten verzehrte Trockenfisch, in dem der Erreger heute nachgewiesen wurde,
stammt aus einem in Damme (Landkreis Vechta) ansässigen Einkaufsmarkt, der die Ware wiederum von einem Großhändler im Landkreis Osnabrück bezogen
hat.

Die dortigen Behörden haben umgehend gehandelt.

Ein möglicher Verkauf auch über andere Geschäfte wird derzeit von den Überwachungsbehörden geprüft.

Botulismus ist eine lebensbedrohliche Vergiftung, die durch den Verzehr von verdorbenem Fleisch oder Fisch verursacht werden kann. Auslöser ist der Giftstoff , der vom Bakterium produziert wird. Botulismus muss in jedem Fall umgehend behandelt werden, da er ansonsten zum Tode führen kann.

Über Markus Burgdorf 763 Artikel
Markus Burgdorf arbeitet nach journalistischer Ausbildung seit 1989 in Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. Als Leiter Öffentlichkeitsarbeit großer Automobilzulieferer und Berater von Unternehmen verschiedener Branchen hat er mehrere Rückrufe erfolgreich durchgeführt. Heute berät er Unternehmen in Risikoprävention und in akuten Krisenfällen.

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