BMW, Honda, Moto Guzzi, Suzuki, Triumph und Yamaha müssen Motorräder zurückrufen

Rückruf: Seit Anfang Oktober tauscht Honda beim Roller SH 125 die Kraftstoffpumpe aus.
Rückruf: Seit Anfang Oktober tauscht Honda beim Roller SH 125 die Kraftstoffpumpe aus. (Foto Honda)

BMW, Honda, , , Triumph und Yamaha: Das „Who is who“ der Motorradbauer hat derzeit mit Rückrufaktionen zu tun. Die Details im Einzelnen:

  • BMW hat bereits im Juli einen Rückruf für weltweit 2.854 F 700 GS und 3.588 F 800 GS gestartet. In Deutschland werden 1.309 Enduros zu den Vertragshändlern beordert (Produktionszeitraum: 1. Juli 2011 bis 18. Oktober 2012). „Bei den betroffenen Fahrzeugen ist der Seitenstützenschalter mit einem Sicherungsring an einem Halter an der Seitenstütze befestigt. Konstruktionsbedingt kann es über Fahrzeuglebensdauer zu einer Lockerung und in der Folge zu einer Beschädigung des Schalters kommen. Würde ein defekter Schalter nicht rechtzeitig erkannt, könnte der Motor bei ausgeklappter Seitenstütze und eingelegtem Gang nicht mehr automatisch abgestellt werden. Somit könnte der Fahrer mit ausgeklappter Seitenstütze fahren, wodurch sicherheitskritische Fahrzustände nicht auszuschließen wären“, erklärte ein Sprecher gegenüber der Redaktion. Die Erneuerung der Verschraubung und des Halters nimmt etwa 30 Minuten in Anspruch.
  • Honda ruft seit Kurzem in Europa 27.335 Einheiten des Rollers SH125/SH150 zurück, davon 1.540 in Deutschland (Modelljahr 2013, Bauzeitraum: 7. Juli 2012 bis 30. Juli 2013, VIN: ZDCJF41**DF000025 bis -15949). „Ein Kunststoffhalter in der verformt sich und verringert dadurch den Abstand zum und führt somit zum Ausfall der Pumpe. Der Motor springt entweder nicht an oder kann während der Fahrt ausgehen, und das Fahrzeug kann nicht wieder gestartet werden“, erklärte ein Sprecher. In der Vertragswerkstatt wird die ausgetauscht. Das Material des Halters wurde laut Hersteller geändert, wodurch eine Verformung ausgeschlossen sei. Veranschlagte Arbeitszeit: 25 Minuten.

Rückruf: Seit Anfang Oktober tauscht Honda beim Roller SH 125 die Kraftstoffpumpe aus.
Rückruf: Seit Anfang Oktober tauscht Honda beim Roller SH 125 die Kraftstoffpumpe aus. (Foto Honda)

  • Keine Details erhielten wir bislang von Moto Guzzi bezüglich einer seit Juli durchgeführten Rückrufaktion für die Modelle 1200 Sport, Belaggio, , Norge und der Baujahre 2012 und 2013. Bei den Maschinen kann laut KBA der Umlenkhebel des hinteren Federbeins brechen und zum Blockieren des Hinterrads führen. Der Wechsel nimmt nach  unseren Informationen ca. 20 Minuten in Anspruch. Offenbar wurden die Halter per Einschreiben aufgefordert, bis zur Fehlerbehebung mit ihren Zweirädern nicht schneller als 50 km/h zu fahren.
  • Der kürzlich von uns gemeldete ABS-Rückruf bei Kawasaki betrifft auch Suzuki und Triumph. Während die Pressestelle der Japaner unseren Fragenkatalog zur Hayabusa 1300 ABS trotz mehrmaliger Anfragen nicht beantwortete, erhielten wir von Triumph nähere Auskünfte. Vom einstündigen Austausch des ABS-Modulators sind die Modelle Street Triple (R) und Daytona 675 (R) der Modelljahre 2013 und 2014 betroffen. In Deutschland geht es den Angaben zufolge um 1.775 Maschinen, weltweit um 11.017.
  • Yamaha hat am Montag selbst einen möglichen Ausfall der hinteren Bremse beim Roller (VIN: VG5SH071000001600 bis -2424, in Deutschland weniger als 100 Stück) vermeldet. „Grund dafür ist eine fehlerhafte Verbindung zwischen dem Schlauch und der Metallleitung der hinteren “, hieß es. Die Rückrufaktion beinhalte die Überprüfung der hinteren . Werde dabei festgestellt, dass die Verbindung an der nicht korrekt ausgeführt wurde, werde die hintere getauscht. Für die Überprüfung sind knapp 20 Minuten, für den Austausch etwas über zwei Stunden vorgesehen.

Meldung in Kooperation mit www.autoservicepraxis.de bereitgestellt.

 

Über Markus Burgdorf 791 Artikel

Markus Burgdorf arbeitet nach journalistischer Ausbildung seit 1989 in Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. Als Leiter Öffentlichkeitsarbeit großer Automobilzulieferer und Berater von Unternehmen verschiedener Branchen hat er mehrere Rückrufe erfolgreich durchgeführt. Heute berät er Unternehmen in Risikoprävention und in akuten Krisenfällen.

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