Mercedes Vito, Viano und die Version 220 CDI und 250 CDI der C- und E-Klasse und GLK müssen in die Werkstatt

| 9. Oktober 2009 | 2 Kommentare

Die Transportersparte von Mercedes-Benz hat bereits im vergangenen Juli einen Rückruf für 3.800 Einheiten der Modellreihe Vito und Viano gestartet. “An den betroffenen Fahrzeugen kann sich die Scheibe des hinteren Ausstellfensters von den beiden vorderen Aufnehmern lockern. In der Folge kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Scheibe aus der Karosserie herauslöst”, erklärte ein Sprecher des Herstellers gegenüber asp-Online. Wie lange der Austausch der hinteren Ausstellfenster in der Werkstatt dauert, bezifferte der Sprecher nicht. Betroffen seien Fahrzeuge aus den Produktionszeiträumen Oktober bis Dezember 2005 sowie März und April 2006. Weltweit sind dies 18.000 Einheiten.

Wenn die E-Klasse (hier in der Taxi-Version)

Wenn die E-Klasse (hier in der Taxi-Version) den 220 CDI oder 250 CDI Motor mit Motorcode OM 651 hat, muss sie wie die C-Klasse und der gleich motorisierte GLK in die Werkstatt, um die Piezo Injektoren prüfen und gegebenenfalls tauschen zu lassen (Foto: Daimler)

Weiteres Ungemach droht dem Hersteller im Pkw-Bereich. Modelle der C- und E-Klasse sowie der GLK mit dem Vierzylinder Dieselmotor in den Leistungsstufen 125 kW und 150 kW (220 CDI und 250 CDI mit Motorcode OM 651) müssen wegen eines Ausfalls der Piezo-Injektoren in die Werkstatt. Diese stammen vom Zulieferer Delphi. Ein Sprecher des Herstellers bestätigte gegenüber unserer Redaktion 2.800 Kundenbeanstandungen. “Auto-Bild” hatte heute auf seiner Internetseite darüber spekuliert, dass die Serviceaktion alle rund 50.000 mit diesem Motor ausgestatteten Fahrzeuge betreffen könnte.

Im Falle eines Injektorausfalls aktiviere die Motorsteuerung das Notlaufprogramm, wodurch das Fahrzeug nur noch mit reduzierter Motorleistung betrieben werden könne, erklärte der Sprecher das Fehlerbild. Dies führe zwar zu merklichen Komforteinbußen (unrundem Motorlauf, Motorschütteln im Leerlauf und zum Aufleuchten der Motordiagnose-Warnleuchte im Multifunktionsdisplay), beeinflusse die Betriebs- und Verkehrssicherheit jedoch nicht. Daher handele es sich auch nicht um eine Rückrufaktion.

“Aktuell kontaktieren wir unsere Kunden und lassen jedem Kunden mit einer Beanstandung aus Kulanz eine Aufmerksamkeit im Wert von circa 200 Euro zukommen. Die Umsetzung dieser Kulanzregelung wird individuell von unseren Vertriebspartnern vor Ort vorgenommen”, sagte der Sprecher. Da der 200 CDI mit magnetisch angesteuerten Injektoren ausgestattet ist, sei er – wie alle anderen Motoren – von der Serviceaktion nicht betroffen.

Meldung in Kooperation mit www.autoservicepraxis.de bereitgestellt.

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Category: Kundendienstmaßnahmen, Rückrufe

Über den Autor des Beitrages: ()

Markus Burgdorf arbeitet nach journalistischer Ausbildung seit 1989 in Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. Als Leiter Öffentlichkeitsarbeit großer Automobilzulieferer und Berater von Unternehmen verschiedener Branchen hat er mehrere Rückrufe erfolgreich durchgeführt. Heute berät er Unternehmen in Risikoprävention und in akuten Krisenfällen.

Kommentare (2)

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  1. Peter Kuhlmann sagt:

    Betrift C 250 CDI Limousine.
    Das oben angegebene Fahrzeug hat mir bisher viel Spaß gemacht.
    Nun hatte ich am Freitag d. 20.11. eine Panne (Ausfall eines Injektoren).
    Fahrzeug wurde bei Schulz in Sittensen repariert.
    Ich bekam ein Ersatzfahrzeug (A-Klasse).
    Das Fahrzeug konnte am Samstag wieder getauscht werden. (schnelle Reparatur)
    Da ich an diesem Wochenende mit der Familie nach Darmstadt musste, habe ich den „kleinen“ Leihwagen nicht nutzen können.
    Das Fahrzeug wurde aber von einem Familienangehörigen am Samstag getauscht.

    Am Montagmorgen, um ca 7.00 Uhr, der gleiche „Aussetzer“.
    Fahrzeug abgeschleppt zur Niederlassung in der Osterholzer Heerstr.
    Ersatzwagen, dieses mal B-Klasse Benziner.

    Ich weiß das gerade die Verkaufsstellen nichts für technische Defekte können.
    Sie sollten aber meiner Meinung nach über solche „Aussetzer“ informiert werden.
    Im Anbetracht dessen das in der Presse schon vor Monaten über eine Rückrufaktion von Daimler, bez. des neuen 250-Motors, berichtet wurde.
    Meiner Meinung nach hätten gleich alle Injektoren gewechselt werden müssen.
    Anscheinend ist das auch jetzt noch nicht der Fall.
    Am Wochenende fahren wir nochmal nach Darmstadt, ich hoffe der Wagen hält durch !!!!!!

    Mit der Mobil-Garantie ist das scheinbar auch so eine Sache.
    Ich habe in den Unterlagen gelesen, dass ein gleichwertiges Fahrzeug gestellt wird.
    Bei einer A-Klasse und einer B-Klasse mit 1,7 Benziner kann davon auch keine Rede sein !

    Wir haben in den letzten Jahren schon so manchen Mercedes gefahren (zur Zeit drei), aber dies trübt den Spaß doch enorm.
    Vor allem die Angst, jeden Moment wieder liegen zu bleiben !

    Eventuell können Sie das einmal an entscheidende Stellen weiterleiten, oder geben mir einen Ansprechpartner für solche Klagen.

    MfG.

    Peter Kuhlmann

  2. admin sagt:

    Hallo Herr Kuhlmann,

    man kann den Werkstätten nicht vorwerfen, wenn diese kein gleichwertiges Fahrzeug anbieten können. So weit ich weiß, werden die Ersatzfahrzeuge geplant und zunächst für die “planmäßigen” Werkstattaufenthalte eingesetzt. Wenn dann ein Pannenfall eintritt, muss der Pannenkunde immer das nehmen, was stehen geblieben ist. Anders sollte es laufen, wenn die Panne direkt über die Mobilitätsgarantie angenommen und bearbeitet wird. Aber auch die kochen nur mit Wasser und haben nur die Fahrzeuge, die gerade im Umfeld zur Verfügung stehen. Alles andere würde ja bedeuten, dass ein Fahrzeughersteller stets mehrere Fahrzeuge jedes Typs pro Gebiet vorhalten müsste – und das ist natürlich zu teuer.

    Ihre Beschwere müssten Sie bitte direkt bei Mercedes addressieren. In Ihrem Mobilitätsgarantieheft müsste die Nummer stehen. Lassen Sie sich dort einfach mal mit dem Teamleiter verbinden und schildern sie ihm oder ihr Ihre Erfahrungen.

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