Chrysler hatte erst am Freitag einräumen müssen, dass in 35.000 Autos weltweit die Gaspedale klemmen können. Der Rückruf gilt für die Modelle Dodge Caliber und einige wenige Compass-Geländewagen von Jeep. Mit dem gleichen Problem schlägt sich der japanische Weltmarktführer Toyota seit Monaten herum. Beide Hersteller beziehen ihre Pedale vom selben Zulieferer aus den USA. Der Zulieferer CTS sitzt in Elkhart im US-Bundesstaat Indiana.
Toyota Deutschland hat im Rahmen der Gaspedal-Rückrufaktion bereits über 110.000 der insgesamt 215.796 betroffenen Fahrzeuge auf dem deutschen Markt überprüft und modifiziert. Damit ist fast die Hälfte der im Februar begonnenen Modifikationen abgearbeitet.
Während es in Deutschland nach wie vor recht ruhig um den großen Toyota-Rückruf ist, greift man in den USA inzwischen zur Keule. US-Verkehrsminister Ray LaHood forderte die Bürger auf, Fahrzeuge mit Gaspedalproblemen stehen zu lassen, bis Toyota die Probleme behoben habe.
Toyota hat Details zur Fehlerbehebung für den nun auch in Europa anstehenden Rückruf bekannt gegeben. Ein einzubauendes Distanzstück soll nun für eine einwandfreie Funktion des Gaspedals sorgen.
Nachdem Toyota am Freitag den Rückruf von acht Modellen wegen klemmender Gaspedale bekanntgab, hat jetzt auch PSA einen Rückruf aus gleichem Grund bekanntgegeben. Wie das Unternehmen am Samstag in Paris mitteilte, seien bei ihnen die Modelle Citroën C1 und Peugeot 107 von dem Problem betroffen.
Toyota Motor Europe gibt den Rückruf von acht Modellen bekannt, bei denen es zu einer Fehlfunktion bei der Betätigung des Gaspedals kommen kann.Rueckrufe.net hatte bereits heute nachmittag von dem bevorstehenden Rückruf berichtet, nun ist die offizielle Presseerklärung da.
Nachdem der Automobilhersteller in den USA bereits 2,3 Millionen Fahrzeuge wegen klemmender Gaspedale zurückrufen musste, bereitet man sich in Europa nun auch auf einen großen Rückruf vor. Allein in Europa sollen bis zu 1,8 Millionen Fahrzeuge von dem Rückruf betroffen sein.