Rügenwalder Mühle ruft Rügenwalder Teewurst wegen Coli-Bakterien zurück – nur Thekenware betroffen

Schon wieder mit Coli-Bakterien verunreinigt: Rügenwalder Teewurst grob aus der Bedientheke. Auf keinen Fall verzehren und Mindesthaltbarkeitsdatum und Chargennummer vergleichen. (Foto: Rügenwalder Mühle)
Schon wieder mit Coli-Bakterien verunreinigt: Rügenwalder Teewurst grob aus der Bedientheke. Auf keinen Fall verzehren und Mindesthaltbarkeitsdatum und Chargennummer vergleichen. (Foto: Rügenwalder Mühle)

Die Rügenwalder Mühle ruft hiermit öffentlich das Produkt „Rügenwalder Teewurst grob” (167 g) im Darm – mit der Chargen-Nr. WE 630102, Mindesthaltbarkeitsdatum: 03.03. bis 09.03.2016 – zurück, das als so genannte Bedienungsware an den Theken in Fleischerei-Fachgeschäften bzw. Supermärkten erhältlich ist. Im Rahmen einer planmäßigen Stichprobenkontrolle wurde eine mögliche mikrobielle mit Verotoxin-bildenden Escherichia coli (VTEC) nachgewiesen.

Bitte beachten Sie: Es handelt sich ausschließlich um kleinstückige, offene Thekenware im 167 Gramm-Darm (grobe Teewurst), die im ganzen Stück mit Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) und bedruckt verkauft wird. Abgepackte Selbstbedienungsprodukte (wie z. B. Teewurst im Frischebecher) sind nicht von dem Rückruf betroffen. Alle anderen der Rügenwalder Mühle sind ebenfalls nicht betroffen.

Schon wieder mit Coli-Bakterien verunreinigt: Rügenwalder Teewurst grob aus der Bedientheke. Auf keinen Fall verzehren und Mindesthaltbarkeitsdatum und Chargennummer vergleichen. (Foto: Rügenwalder Mühle)
Schon wieder mit verunreinigt: Rügenwalder Teewurst grob aus der Bedientheke. Auf keinen Fall verzehren und Mindesthaltbarkeitsdatum und vergleichen. (Foto: Rügenwalder Mühle)

Das ist bereits der zweite Rückruf innerhalb eines Jahres für das gleiche Produkt aus dem gleichen Grund: am 30. April 2015 hatten wir bereits einen Rückruf für Rügenwalder Teewurst gemeldet. Auch das war Thekenware der Teewurst in der groben Version.

„Das Problem bei Theken-Wurstwaren ist natürlich, dass der Verbraucher oft nicht weiß, von welchem Hersteller das Wurststück oder die Wurstscheiben stammen und auch das Mindesthaltbarkeitsdatum der kennt der Käufer nicht“, warnt Markus Burgdorf, Rückruf-Experte vom Portal .net. „Wir raten deshalb allen Verbrauchern, die in den letzten Wochen Teewurst an der Bedienungstheke im Lebensmittelhandel gekauft haben, diese vorsorglich wegzuwerfen. Nur so können die Verbraucher sicher sein, sich keine bakterielle Infektion einzufangen.“

In Abstimmung mit den Behörden hat die Rügenwalder Mühle die Rückholung aus dem Handel bereits veranlasst. Vom Verzehr der aus der angegebenen Produktcharge wird abgeraten.

Was kann passieren, wenn ich die infizierte Teewurst trotzdem esse?

Die durch die auslösbare Bakterienruhr entwickelt sich im Körper innerhalb von 2 bis 7 Tagen. Man unterscheidet zwei Verlaufsformen, eine toxische Bakterienruhr und eine leichtere.

Die toxische Bakterienruhr ist charakterisiert durch häufige blutig-schleimige Durchfälle, Fieber, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit, Bauchschmerzen/Koliken und heftigen Stuhlgangschmerzen. Der große Flüssigkeits- und Elektrolytverlust und die Aufnahme von Bakteriengiften stellen die größten Gefahren dar, durch die es zur Exsikkose, Nierenversagen, Kreislaufkollaps, Krämpfen und sogar zum Koma kommen kann.

Die mildere Verlaufsform geht mit geringeren Vergiftungserscheinungen einher. Die Symptome sind Fieber, Erbrechen, Tenesmen sowie wässrige Durchfälle mit Beimengungen von Schleim und Blut.

Bei schweren Verläufen kann es zu Darmblutungen und Geschwüraufrissen kommen. Als Krankheitsfolge kann es zu einer reaktiven Arthritis (Reitersyndrom) kommen, die meist spontan verschwindet. Nach überstandener Erkrankung scheidet die Person noch etwa vier Wochen Erreger aus. Eine überstandene Shigellose bietet eine gewisse Immunität gegen Erreger des gleichen Typs.

Betroffene Verbraucher werden gebeten, sich an das Service-Telefon der Rügenwalder Mühle (0 44 03 / 66 – 345) zu wenden.

Über Markus Burgdorf 859 Artikel
Markus Burgdorf arbeitet nach journalistischer Ausbildung seit 1989 in Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. Als Leiter Öffentlichkeitsarbeit großer Automobilzulieferer und Berater von Unternehmen verschiedener Branchen hat er mehrere Rückrufe erfolgreich durchgeführt. Heute berät er Unternehmen in Risikoprävention und in akuten Krisenfällen.

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