Zwei Rückrufe für Renault und Dacia: Achsschenkelschrauben anziehen und Bremssattel-Austausch

Neben dem Clio sind noch die Modelle Mégane, Fluence sowie Sandero II und Logan II von den Rückrufen betroffen. (Foto: Renault)
Neben dem Clio sind noch die Modelle Mégane, Fluence sowie Sandero II und Logan II von den Rückrufen betroffen. (Foto: Renault)

Durch einen zeitweiligen Ausfall im Kabel des Schraubers wurde das Anzugsdrehmoment bei den Schrauben des Achsschenkelträgers nicht den Vorgaben entsprechend durchgeführt. Darum ruft die Modelle (IV), Fluence Z.E. und (IV) zurück, die im türkischen Bursa zwischen dem 01.02.2016 und 17.02.2016 gefertigt wurden. Weltweit sind davon 8.353 Fahrzeuge betroffen, in Deutschland sind es 374 Einheiten.

Die Abhilfemaßnahme besteht in der Kontrolle des Anzugsdrehmoments der Schrauben des Achsschenkelträgers, was etwa 0,3 Stunden dauert. Sollte ein Austausch der Hinterachse nötig sein, dann muss eine Arbeitszeit von 3,0 bis 4,6 Stunden eingeplant werden. Eine durchgeführte Maßnahme wird im internen Renault-Händlernetz vermerkt, das interne Kürzel des freiwilligen Rückrufs mit Überwachung lautet 0CBE.

Der zweite Rückruf umfasst einerseits den Bremssattel der Modelle Clio IV, gebaut im türkischen Bursa vom 26.09. bis 10.10.2016 und in Flins (Frankreich) vom 28.09. bis 05.10.2016. Ebenso davon betroffen sind die beiden -Modelle Logan II und Sandero II, produziert in Pitesti (Rumänien) vom 21.09. bis 05.10.2016 und Togliatti (Russland) vom 03.10. bis 10.10.2016.

Das Problem besteht in der Verwendung eines nicht konformen Materials, das während des Gießvorgangs entstanden ist. Aus diesem Grund besteht die Möglichkeit, dass ein Zylinder platzt und der Bremssattel vorne rechts abreißt. Die konkrete Abhilfemaßnahme besteht in der Kontrolle des Bremssattels und dessen Austausch. Die Kontrolle soll 0,3 Stunden betragen, Kontrolle und Austausch erfordern eine Arbeitszeit von etwa 1,2 Stunden. Auch hier wird eine durchgeführte Maßnahme mittels eines Eintrags im internen Renault-Händlernetz dokumentiert.

Der vom KBA überwachte Rückruf hat am 10. Januar 2017 begonnen und trägt bei Renault das interne Kürzel 0CG8, bei Dacia lautet dieses 0CGH. In Deutschland sind bei Dacia 229 Fahrzeuge betroffen (weltweit 3.335), bei Renault sind es in Deutschland 983 Einheiten (weltweit 13.651).

Meldung in Kooperation mit www.autoservicepraxis.de bereitgestellt

Über Markus Burgdorf 838 Artikel
Markus Burgdorf arbeitet nach journalistischer Ausbildung seit 1989 in Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. Als Leiter Öffentlichkeitsarbeit großer Automobilzulieferer und Berater von Unternehmen verschiedener Branchen hat er mehrere Rückrufe erfolgreich durchgeführt. Heute berät er Unternehmen in Risikoprävention und in akuten Krisenfällen.

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