Fünf Millionen Dieselfahrzeuge bekommen zügig Software-Update

Bis 2020 bringt die deutsche Automobilindustrie 100 Elektrofahrzeugmodelle auf den Markt

Deutsche Autohersteller haben auf dem heutigen Diesel-Gipfel in Berlin angeboten,  einen Großteil ihrer Euro-5- und teilweise Euro-6- über Software-Updates nachzurüsten.

Ziel dieser Initiative ist die durchschnittliche Stickoxidreduzierung von 25–30 Prozent der nachgerüsteten Fahrzeuge. Das ist ein wesentlicher Beitrag für eine bessere Luftqualität. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass damit die Schadstoffbelastung mindestens genauso stark reduziert werden kann wie durch Fahrverbote.

Einschließlich der von in den vergangenen Monaten bereits verbesserten 2,5 Mio. Diesel-Pkw können damit allein in Deutschland mehr als 5 Mio. Fahrzeuge auf ein deutlich besseres Emissionsniveau gebracht werden. Die Nachrüstung wird unmittelbar nach Freigabe durch das Kraftfahrt-Bundesamt () auf Basis der erreichbaren Pkw von den Unternehmen , , und durchgeführt.

Die Hersteller sagen zu, dass durch die Nachrüstung keine Kosten für die Halter entstehen und darüber hinaus die Nachrüstung keinen Einfluss auf Motorleistung, Verbrauch oder Lebensdauer haben wird. Möglich wird diese Maßnahme durch die technischen Fortschritte bei Abgasnachbehandlung und Motorsteuerung, die erst in den letzten Jahren erarbeitet wurden.

Darüber hinaus werden die deutschen Hersteller herstellerspezifische Vertriebsmaßnahmen ergreifen, um die Flottenerneuerung mit Blick auf ältere Diesel mit Nachdruck anzugehen.

Stärkere Investition in die Forschung

Der Schwerpunkt der F&E-Investitionen liegt auf der Elektromobilität (hierfür werden bis 2020 rund 40 Mrd. Euro aufgewendet, die Zahl der E-Modelle verdreifacht sich bis dahin von 30 auf über 100) und der Digitalisierung (16-18 Mrd. Euro im gleichen Zeitraum), also dem vernetzten und automatisierten Fahren. Rund ein Drittel aller Patente weltweit im Bereich der Elektromobilität kommt aus Deutschland. Hohe Marktanteile auf Elektromobilitätsmärkten unterstreichen diese Präsenz.

Deutsche Hersteller haben sich freiwillig entschlossen, eine Schnelllade-Infrastruktur für entlang europäischer Autobahnen aufzubauen, zusätzlich zu den Förderaktivitäten der Bundesregierung. Die deutsche Automobilindustrie engagiert sich aktiv in der Plattform , zusammen mit zahlreichen deutschen Städten. Wir haben den Ehrgeiz, ausgesuchte Städte in Deutschland zu Leuchttürmen moderner Mobilität zu machen.

Darüber hinaus sind die Automobilhersteller BMW, Daimler und Volkswagen auch bereit, sich an dem geplanten Fonds „Nachhaltige Mobilität für die Stadt“ der Bundesregierung zu beteiligen.

 

Über Markus Burgdorf 791 Artikel

Markus Burgdorf arbeitet nach journalistischer Ausbildung seit 1989 in Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. Als Leiter Öffentlichkeitsarbeit großer Automobilzulieferer und Berater von Unternehmen verschiedener Branchen hat er mehrere Rückrufe erfolgreich durchgeführt. Heute berät er Unternehmen in Risikoprävention und in akuten Krisenfällen.

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