ALDI Süd ruft Ravioli Bolognese und Rindergulasch wegen Pferdefleisch zurück

Auch bei sind die bekannten Produkte vom Rückruf betroffen: Aldi ruft in der 800 Gramm-Dose und in der 540 Gramm-Dose von wegen Pferdefleischanteilen zurück.

Kunden, diese Artikel  gekauft haben, können diese jederzeit in einer ALDI SÜD Filiale zurückgeben. Der Kaufpreis wird erstattet.

Zu Omnimax haben wir auf der Seite von ein nettes Werbe-PDF gefunden, welches wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen:

Omnimax Konserven
Die abgebildete „Rinder-Gulasch“ Dose ist nicht die, die bei ALDI Süd im Verkauf war. (Abbildung: )

Die Firma Omnimax wirbt mit zusätzlichen freiwilligen Qualitätskontrollen durch einen Veterinär. Das soll Vertrauen schaffen. Nun erklärt die Muttergesellschaft Dreistern Konserven:

„Die DREISTERN-Konserven GmbH & Co KG weist darauf hin, dass in dem Produkt mit der Bezeichnung Rindergulasch 540g Omnimax und den Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) 11.10.2015 und 05.11.2015 Spuren von Pferde-DNA nachgewiesen wurden. Im Sinne des vorsorglichen Verbraucherschutzes wurde der Rückruf von am Standort produzierten Rindergulasch-Produkten
eingeleitet.

In den vergangenen Tagen wurden in mehreren europäischen Ländern Fälle von falsch deklarierten Lebensmitteln aufgedeckt. Als Reaktion auf diese Ereignisse wurden auch in Deutschland verschärfte Kontrollen zur Qualitätssicherung vorgenommen. Im Rahmen dieser Kontrollen wurde im DNA-Testverfahren festgestellt, dass in Produkten mit der Bezeichnung Rindergulasch 540g Omnimax der DREISTERN-Konserven GmbH & Co KG mit den MHD 11.10.2015 und 05.11.2015 Spuren von Pferde-DNA nachgewiesen wurden. Vertrieben wurde das Produkt über Filialen verschiedener Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels.

Betroffene Waren wurden bereits vorsorglich aus dem Sortiment unserer Kunden genommen.

Es handelt sich bei dem Produkt um ein sicheres, in keiner Weise die Gesundheit der Verbraucher beeinträchtigendes Lebensmittel. Der Verkaufsstopp erfolgt als reine Vorsichtsmaßnahme
und ist Bestandteil unseres Qualitätsmanagements. Kunden haben die Möglichkeit, das Produkt in der Filiale des Handels, in der sie es erworben haben, zurückzugeben.

DREISTERN-Konserven GmbH & Co KG Neuruppin ist ausschließlich ein verarbeitender Produktionsbetrieb. DREISTERN schlachtet nicht und zerlegt kein Fleisch. Es wird ausschließlich von zertifizierten Fleischlieferanten vorzerlegtes Fleisch frisch oder tiefgefroren zugekauft. Der Einkauf unterliegt einer strengen Kontrolle nach von uns vorgegebener Spezifikation. DREISTERN-Konserven GmbH & Co KG geht davon aus, dass die Quelle in einer fehlerhaft deklarierten und gelieferten Rohware liegt. Wir betonen, dass zu keiner Zeit eingekauft wurde.

Das wichtigste Anliegen der DREISTERN-Konserven GmbH & Co KG ist die Sicherstellung der höchsten Produktqualität. Wir bedauern ausdrücklich, dass es trotz permanenter Kontrollen
zur Qualitätssicherung zu diesem Vorkommnis gekommen ist. Die DREISTERN-Konserven GmbH & Co KG nimmt diesen Vorfall zum Anlass, die Wareneingangskontrollen weiter
zu verschärfen. Als eine zusätzliche qualitätssichernde Maßnahme wird ab sofort die Produktion von Rindergulasch am Standort Neuruppin zunächst, bis die Herkunft der Spuren
von Pferde-DNA geklärt ist, unterbrochen.“

Eingangskontrollen sollten bei Fleisch verarbeitenden Unternehmen Standard sein. Und wenn solche Kontrollen standardmäßig und sorgfältig stattfinden würden, wäre so etwas nicht passiert, so zumindest unsere Auffassung.

Und noch ein Zitat von der Dreistern-Webseite:

„Wer beste Rohstoffe einkauft, muss natürlich auch dafür sorgen, dass diese hohe Qualität gewährleistet wird und die Produkte auch gut schmecken. DREISTERN garantiert in einer Kette von Kontrollsystemen, dass die wertvollen Inhaltsstoffe in den Produkten erhalten bleiben. Dazu gehören ständige Kontrollen und Verkostungen ebenso, wie die zusätzlichen Prüfungen durch unabhängige Labore wie z.B. das Labor von Prof. Dr. sc. med. vet. Lusky.“

Wenn das nicht nur leere Worthülsen sein sollen – und aktuell hat es den Anschein, dann muss Dreistern seine Einkaufspolitik überdenken und nicht da einkaufen, wo es am Günstigsten ist. Denn dort kaufen ja schon die Handelsmarken…

 

Über Markus Burgdorf 741 Artikel
Markus Burgdorf arbeitet nach journalistischer Ausbildung seit 1989 in Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. Als Leiter Öffentlichkeitsarbeit großer Automobilzulieferer und Berater von Unternehmen verschiedener Branchen hat er mehrere Rückrufe erfolgreich durchgeführt. Heute berät er Unternehmen in Risikoprävention und in akuten Krisenfällen.

2 Kommentare

  1. Was keinem Normalbürger einleuchtet ist die Tatsache, daß immer gezeigt wird wie sauber und rein in Schlachtbetrieben gearbeitet wird. Und daß die EU uns vorschreibt wie wir unsere „Lebensmittel“ zu verarbeiten haben, hat sämtliche regionalen Schlachter dazu gezwungen, bei irgendwelchen sogenannten zertifizierten Riesenschlachtereien ihr Material zu kaufen. Und was dort verarbeitet wird sieht man ja jetzt und jetzt erzähle mir noch einer was diese sogenannte Zertifizierung und all der andere EU-Scheiß dem Verbraucher bringt… Antibiotika-gespritztes krankes Pferdefleisch in „Rindfleisch“, also wirklich, dies ist doch alles eine riesige Fleisch-Mafia die alle EU- und National-Politiker in ihrer Tasche bzw. auf ihrer Gehaltsliste hat. Danke Europa für soviel Einsatz im Lebensmittelbereich. Das wäre einem Metzger früher in seinem Schlachthaus nicht passiert… Pferd oder Rind, was hab ich grad geschlachtet??? Hahahaha
    Mit freundlichen und guten Genuss
    Gerd Schönauer

  2. Mir tut es leid um die wirklich guten Produkte von Omnima bzw. Dreistern.
    Das Rindsgulasch war eines der besten, dass ich je aus der Dose
    gegessen habe.
    Hoffentlich kommen die wieder aufdie Beine.

    Dr. med. Michael Folle

    [ Ich bin KEIN gekaufter Produkt – Schönschreiber !]

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