Abgas-Skandal: 690.000 Fahrzeuge von Mercedes werden vom Kraftfahrtbundesamt in die Werkstätten beordert

Daimler bezeichnet sich als unschuldig und will rechtliche Schritte einleiten

Hat sich beim Daimler-Rückruf durchgesetzt: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (Foto: Markus Burgdorf)
Hat sich beim Daimler-Rückruf durchgesetzt: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (Foto: Markus Burgdorf)

Der Automobilkonzern muss bei dem schon angekündigten Rückruf wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung europaweit 690.000 Diesel in die Werkstätten holen. in Deutschland sind 280.000 Fahrzeuge von diesem Rückruf betroffen.

(CSU) hatte den Rückruf Mitte Juni nach einem Treffen mit Konzernchef angekündigt. Damals war zunächst von insgesamt 774.000 Fahrzeugen die Rede, darunter 238.000 in Deutschland. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat inzwischen mit der Prüfung neuer Abgas-Software begonnen.

Daimler betont, man arbeite mit den Behörden zusammen. Wie zuvor schon beim Kleintransporter legt der Hersteller aber auch gegen den neuen Bescheid Widerspruch ein. Der Konzern hält die beanstandeten Funktionen nicht für illegal und will deshalb eine rechtliche Klärung erwirken.

Auf der Liste stehen nun neben dem Vito, bei dem das KBA schon eine unzulässige Abschalteinrichtung moniert hatte, laut Ministerium unter anderem Varianten der C-, E- und oder der SUV , und . Betroffene Halter werden von Daimler informiert.

Das Ministerium erklärte, dass es durch die eingebauten Einrichtungen im Betrieb der Fahrzeuge zu erhöhten -Emissionen () kommen könne. Daimler müsse die unzulässige Software entfernen. Der zunächst nur den Vito betreffende von der Behörde angeordnete Rückruf wurde bereits am 3. August auf die anderen Fahrzeuge ausgedehnt.

Über Markus Burgdorf 836 Artikel
Markus Burgdorf arbeitet nach journalistischer Ausbildung seit 1989 in Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. Als Leiter Öffentlichkeitsarbeit großer Automobilzulieferer und Berater von Unternehmen verschiedener Branchen hat er mehrere Rückrufe erfolgreich durchgeführt. Heute berät er Unternehmen in Risikoprävention und in akuten Krisenfällen.

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