Gleich vier Rückrufaktionen für Renault Espace 5 und Renault Talisman

Mehrere Probleme beim Espace und veranlassen zu vier Rückrufaktionen. Insgesamt sind davon rund 5.000 Fahrzeuge in Deutschland betroffen.

Beim Renault Espace 5 sind einige Reparaturen vorzunehmen. So zum Beispiel bei denen, die in Douai (Frankreich) bis zum 14.12.2015 gebaut wurden. Denn möglicherweise fehlt der Primer-Auftrag, der vor dem Verkleben der Scheiben des Schiebedaches aufgebracht wird. Damit besteht die Möglichkeit, dass sich die bewegliche oder feste Scheibe des Schiebedaches lösen und während der Fahrt verloren werden kann. Weltweit sind rund 6.836 Fahrzeuge des Modells Espace 5 betroffen, in Deutschland geht es um 557 Fahrzeuge. Der vom KBA überwachte Rückruf hat am 10.05.2016 begonnen und trägt das interne Kürzel 0C89. Die Zeit für den Werkstattaufenthalt variiert: sie beträgt gute 20 Minuten für die Kontrolle, rund 40 Minuten für den Austausch der beweglichen Scheibe und etwa neun Stunden für den Austausch des kompletten Panoramadaches. Durchgeführte Reparaturen werden im Renault-Intranet-System (ICM) registriert.

Gleich vier Probleme gibt es beim Espace 5 (Bild) zu bewältigen, auch Talisman-Fahrzeuge müssen in die Werkstatt. (Foto: Renault)
Gleich vier Probleme gibt es beim Espace 5 (Bild) zu bewältigen, auch Talisman-Fahrzeuge müssen in die Werkstatt. (Foto: Renault)

Ferner ist in Deutschland bei rund 1.916 Espace-5-Fahrzeugen, die bis zum 18.09.2015 im französischen Douai gefertigt wurden, die Spur einzustellen. Außerdem ist die Befestigungsschraube des unteren Querlenkers gegen eine Schraube mit geringerem Reibungskoeffizienten auszutauschen. Das Problem resultiert aus einer „werksseitigen Fehleinstellung der Spur infolge einer unsachgemäßen Handhabung des Achsmessstands bei der Einstellung im Kundendienst aufgrund einer fehlerhaften Dokumentation der Achsgeometriewerte im Reparaturhandbuch“. Dadurch wird ein Verrutschen der Befestigung des unteren Querlenkers möglich, da die Verbindung unzureichend ausgelegt ist. Auswirkung der veränderten ist ein vorzeitiger, einseitiger Verschleiß der Vorderreifen. Der Werkstattaufenthalt für die Reparatur beträgt nahezu drei Stunden, das interne Kürzel der Aktion, die am 10.05.2016 anlief, lautet 0C9R. Auch hier erfolgt die Dokumentation im Renault-Intranet-System (ICM).

Talisman- und Espace-Besitzer dürften auch wegen eines anderen Problems Post bekommen haben. Zum einen wegen eines möglicherweise unzureichenden Anzugs des Massebands am aufgrund einer beschädigten Mutter an der Halterung. Bei diesen Fahrzeugen könnte, ohne vorherige Warnung in der Instrumententafel, der Motor ausgehen. Die Dauer des Werkstattaufenthalts für den Austausch des Massekabels beträgt laut einer Renault-Sprecherin rund 40 Minuten, das interne Kürzel der Aktion, die auch am 10.05.2016 begann, lautet 0CAP.

Zum anderen verfügen Espace 5 und Talisman evtl. über ein unzureichendes Anzugsdrehmoment des Massekabelstrangs des Zusatzheizwiderstands. Dadurch kann oder im Fahrgastraum auftreten. Als vorbeugende Maßnahme wird der Anzug des Massepunkts MAK im Bodenbereich vorne links kontrolliert und – sofern erforderlich – die Konformität hergestellt. Hier geht es weltweit um 17.613 Espace 5-Fahrzeuge, auch müssen 444 Talisman in die Werkstatt. In Deutschland betrifft es 51 Talisman- und 2.482 Espace 5-Fahrzeuge. Die Reparaturzeit beträgt für die Kontrolle beim Espace 5 rund 20 Minuten, beim Talisman fast eine Stunde. Der Austausch des Kabelstrangs soll nach Renault-Angaben etwas über zwei Stunden dauern. Das interne Kürzel der Aktion lautet 0C9Y, auch hier startete der vom KBA überwachte Rückruf am 10.05.2016. Durchgeführte Reparaturen werden ebenfalls im ICM-System eingetragen.

Meldung in Kooperation mit www.autoservicepraxis.de bereitgestellt

Über Markus Burgdorf 794 Artikel

Markus Burgdorf arbeitet nach journalistischer Ausbildung seit 1989 in Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. Als Leiter Öffentlichkeitsarbeit großer Automobilzulieferer und Berater von Unternehmen verschiedener Branchen hat er mehrere Rückrufe erfolgreich durchgeführt. Heute berät er Unternehmen in Risikoprävention und in akuten Krisenfällen.

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